Statistische Daten

Behinderung

Statistische Informationen zur Anzahl von Menschen mit Behinderungen in Österreich liefert der Bericht der Bundesregierung über die Lage von Menschen mit Behinderungen in Österreich 2008.

Laut Mikrozensus-Erhebung gaben 20,5 % aller Befragten eine dauerhafte Beeinträchtigung an, das sind hochgerechnet 1,7 Mio. Personen der österreichischen Wohnbevölkerung in Privathaushalten (Menschen, die einschränkungsbedingt in Heimen leben, wurden nicht erfasst). In dieser Zahl sind sowohl Menschen mit leichten Sehbeeinträchtigungen alsauch Menschen mit psychischen Problemen oder vollständig immobile Menschen enthalten.

Dauerhafte Beeinträchtigungen sind stark altersabhängig. Mit steigendem Alter nimmt der Anteil der Personen zu, die eine dauerhafte Beeinträchtigung angeben.In der Altersgruppe der 20- bis unter 60-Jährigen sind 16,3 % der Männer und 14,7 % der Frauen betroffen. Den höchsten Wert erreichen bei beiden Geschlechtern die über 60-Jährigen, hier sind beinahe die Hälfte von einer dauerhaften Beeinträchtigung betroffen (Männer: 48,3 %; Frauen: 48,5 %).

Laut EU-SILC, der von der EU vorgeschriebenen jährlichen „Erhebung zu den Einkommen und Lebensbedingungen“ (EU-Statistics on Income and Living Conditions) gelten ca. 1,6 Mio. Personen in Österreich zwischen 16 und 64 Jahren entweder als behindert im engeren oder im weiteren Sinn, davon 630.000 Personen als behindert im engeren Sinn.

Auch genauere Zahlen zu einzelnen Behinderungsarten finden sich im Behindertenbericht 2008. 3,9 % der österreischischen Bevölkerung haben etwa dauerhafte, nicht durch Brillen oder Kontaktlinsen ausgleichbare Seheinschränkungen, bei über 60-Jährigen steigt diese Zahl auf 11,9 % bei Frauen und 9,7 % bei Männern.20,7 % der Frauen und 18,1 % der Männer über 60 haben mehrfache dauerhafte Beeinträchtigungen (z.B. Probleme mit der Beweglichkeit, Sehschwächen, Schwerhörigkeit etc…).

Alter und Lebenserwartung

Eine kontinuierliche Steigerung der Lebenserwartung lässt sich weltweit fast ausnahmslos beobachten. EU-weite Erhebungen zur steigenden Lebenserwartung finden sich im Kommissionsbericht 2007 über die soziale Lage in Europa.

Demzufolge sind im Jahr

  • 2010 17,6 % der EU Bevölkerung über 65,
  • 2020 bereits 20,7 %,
  • 2050 werden laut Hochrechnung 29,9 % der EU BürgerInnen älter als 65 sein.
Altersstatistik EU

Altersstruktur nach Altersgruppen: 0-14, 15-64, 65-79, über 80 Jahre.

Quelle: http://ec.europa.eu/employment_social/spsi/docs/social_situation/ssr2007_en.pdf.

Internetnutzung älterer Menschen

Auch die Internetnutzung älterer Menschen ist im Steigen begriffen. Der (N)onliner-Atlas, Deutschlands größte Studie zur Nutzung und Nicht-Nutzung des Internets, nennt auch Zahlen zur Internetnutzung älterer Menschen.

Der Onliner-Anteil der deutschen Bevölkerung betrug 2007 bei den über 50-Jährigen noch 35,4 %, 2008 40,3 %, 2009 bereits 44,9 %.

Im Detail wurden 2008 für die Internetnutzung über 50-Jähriger folgende Prozentsätze erhoben:

  • 63,5 % der 50-59-Jährigen und
  • 41,6 % der 60-69-Jährigen nutzen das Internet,
  • auch 16,3 % der 70plus Generation sind bereits online.

Bei der 60plus und 70plus Generation gibt es laut (N)onliner Atlas 2009 große Unterschiede nach Geschlecht:

  • nur 38,2 % der Frauen zwischen 60 und 69, aber 59,7 % der Männer nutzen das Internet.
  • Bei der Generation 70plus sind es nur 10,6 % der Frauen, aber 31,7 % der Männer.