Glossar

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A

Accessibility

siehe Web-Accessibility

Accessibility Test

siehe Usability und Accessibility Test

Affiliate

Affiliate-Systeme (engl.: to affiliate: angliedern) sind eine internetbasierte Vertriebslösung, bei der ein Produktanbieter seine Vertriebspartner erfolgsorientiert durch eine Provision vergütet. Der Produktanbieter stellt hierbei seine Werbemittel zur Verfügung, die der Affiliate auf seinen Seiten zur Bewerbung der Angebote des Kooperationspartners verwendet. Ein Beispiel ist die Integration von Amazon-Subshops auf Websites.

AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen.

AJAX

Neue Inhalte auf einer Internetseite nachladen, ohne die gesamte Seite neu zu laden. AJAX ist ein Akronym für die Wortfolge „Asynchronous JavaScript and XML“. Es bezeichnet ein Konzept der asynchronen Datenübertragung zwischen einem Server und dem Browser, das es ermöglicht, innerhalb einer HTML-Seite eine HTTP-Anfrage durchzuführen, ohne die Seite komplett neu laden zu müssen. Das eigentliche Novum besteht in der Tatsache, dass nur gewisse Teile einer HTML-Seite oder auch reine Nutzdaten sukzessiv bei Bedarf nachgeladen werden. AJAX wird immer wieder als eine der Schlüsseltechniken des Web 2.0 dargestellt, wenngleich dies wohl eher an einer zeitlichen Korrelation der Verbreitung beider Begriffe liegt. http://de.wikipedia.org/wiki/Ajax_(Programmierung)

Schwierigkeiten ergeben sich für Screenreader NutzerInnen, die eine Seite linear (Wort für Wort) lesen. Insbesondere für diese Usergruppe ist es schwierig, Ort und Zeitpunkt von Änderungen innerhalb der Seite zu erkennen. Nicht-lineares erfassen der Seiteninhalte gestaltet sich ungleich schwieriger als für sehende. Barrierefreie Umsetzungen erfordern viel Erfahrung und auch technisches Geschick. Der zukünftige W3C-Standard WAI-ARIA bietet neue Techniken um diese Problematik zu lösen.

ALT-Attribut – Alternativtext

Ein Bildern zugeordnetes HTML-Attribut, durch das Textinformation für Menschen und Suchmaschinen, die die grafische Oberfläche nicht wahrnehmen können, vermittelt wird. Besonders wichtig ist ein Alternativtext bei verlinkten Bildern, weil er das Linkziel transportiert.

API – Offene Programmierschnittstellen

Engl. Application Programming Interface, Programmierschnittstelle, die von einem Softwaresystem anderen Programmen zur Anbindung an das System zur Verfügung gestellt wird.

Applikation

Von lateinisch applicare, „anlehnen, sich anschließen“. Anwendungsprogramm, ein Computerprogramm, das eine für die AnwenderInnen nützliche Funktion ausführt. Im Webbereich werden komplexere Interaktionselemente häufig als (Web-)Applikationen bezeichnet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Applikation

Assistierende Technologien

Von englisch assistive technology. Sammelbegriff für unterstützende Computertechnologien wie Screenreader, Spracheingaben, Vergrößerungssoftware, Bildschirmtastatur usw.

Assistierende Technologien können sowohl Hardware als auch Software beinhalten.

Avatar – Beratungsavatar

Ein Avatar ist eine künstliche Person oder ein grafischer Stellvertreter einer echten Person in der virtuellen Welt, beispielsweise in einem Webshop ein digitaler Ansprechpartner, der z.B. über eine Chatfunktion Hilfestellung gibt.

Das Wort leitet sich aus dem Sanskrit ab. Dort bedeutet Avatāra „Abstieg“, was sich auf das Herabsteigen einer Gottheit in irdische Sphären bezieht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Avatar_(Internet)

B

Breadcrumb Trail

BCT, Pfadnavigation, von engl. breadcrumb, Brotkrümel, die im Märchen von Hänsel und Gretel den Weg zurück markierten, z.B. Sie befinden sich hier: Home > übergeordnete Seite > aktuelle Seite

BITV

Akronym für Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung in Deutschland. Die Anforderungen orientieren sich an den WCAG. Grundsätzlich richtet sich die BITV nur an Einrichtungen des öffentlichen Rechts, die dem Bund untergeordnet sind. Einrichtungen und Körperschaften der Länder werden über eigene Landes-Gleichstellungsgesetze erfasst. In der Regel orientieren sich die Ländergesetze an der BITV.

C

Card Sorting

Mittels Card Sorting können Navigations- oder Menüstrukturen entwickelt und auf ihre Verständlichkeit hin getestet werden. Testpersonen (potentielle künftige NutzerInnen) gruppieren dazu Karten mit Begriffen und entwickeln eine für sie logische Struktur. Man unterscheidet das geschlossene Card Sorting, bei dem die Begriffe vorgegebenen Kategorien zugeordnet werden und das offene Card Sorting, bei dem die NutzerInnen eigene Kategorien bilden.

Change Blindness

Veränderungsblindheit beschreibt das Problem, dass wenig auffällige Änderungen häufig übersehen werden, wenn diese während einer Unterbrechung der visuellen Wahrnehmung stattgefunden haben. Solche Unterbrechung können Sakkaden (Blicksprünge), Lidschläge, Blinzeln, Maskierungen, Filmschnitte oder aber auch andere Ereignisse oder Ablenkungen sein. So werden beispielsweise Änderungen in Submenüs oder Fehlermeldungen bei Formularen oft nicht auf Anhieb wahrgenommen. Eine auffällige Gestaltung kann die Aufmerksamkeit auf solche Änderungen lenken.

Checkout

Unter Check wird in einem Webshop der virtuelle Weg zur Kasse verstanden. Er umfasst die Bezahlung, Eingabe von Versand und Rechnungsadresse und die abschließende Bestätigung des Kaufs.

Siehe auch One-Page Checkout.

Content-Syndication

Im WWW die Einbindung von Inhalten verschiedener Websites, z.B. von Börsenkursen oder aktuellen Nachrichten auf der eigenen Website. Eine Technik zur Content-Syndication von dynamischen Inhalten mit hohem Aktualitätsgrad ist z.B. RSS.

Cookie

Ein HTTP-Cookie, auch Browser-Cookie genannt, bezeichnet Informationen, die ein Webserver zu einem Browser sendet oder die clientseitig durch JavaScript erzeugt werden. Cookies beinhalten kurze Textbasierte Daten die lokal im Browser gespeichert werden. Cookiedaten können aus Sicherheitsgründen nur von der Website ausgelesen werden, von der sie abgespeichert wurden.

Cookies eignen sich zur kurzfristigen oder auch längerfristigen Speicherung bestimmter Einstellungen und Zustände.

http://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Cookie

Credibility

siehe Web-Credibility

Cross-Selling

Querverkauf ergänzender Produkte oder Dienstleistungen passend zu einem ausgewählten Produkt.

CSR (Corporate Social Responsibility)

Der Begriff steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit, über ökologisch relevante Aspekte bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeitern und dem Austausch mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen.

Freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen (Compliance) hinausgeht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Social_Responsibility

CSS (Cascading Style Sheets)

Formatierungssprache, die es möglich macht, Formatierungen (zum Beispiel Positionierung von Elementen, Schriften, Abstände, Farben) von strukturierten Dokumenten (z. B. HTML oder XML) durchzuführen. Mit CSS ist es möglich, für verschiedene Ausgabemedien (Bildschirm, Druck…) eine unterschiedliche Darstellung anzugeben. CSS vereinfacht durch die Trennung von Inhalt und Präsentation die Erfassung von Webinhalten und die Verwaltung von Websites.

D

Degrading gracefully

Mit Graceful degradation wird die Eigenschaft eines (Computer)Systems bezeichnet, auf Fehler und unerwartet eintreffende Ereignisse sicher und angemessen zu reagieren: Ein Fehler im Einzelsystem reduziert die Funktionalität des Gesamtsystems nur schrittweise, etwa durch eine verminderte Darstellungsqualität oder einen reduzierten Funktionsumfang. Im weiteren Sinn Aufwärtskompatibilität.

Beispiele:

  • Die Implementierung von WAI-ARIA wird z.B. von älteren Browsern ignoriert.
  • Eine Website die auch ohne JavaScript die Benutzung wesentlicher Funktionalitäten erlaubt.

DIV Konstruktion

<div> ist ein HTML-Element, das einen Block/Bereich (engl. division) ohne sinngebende Rolle kennzeichnet.

Aus Accessibilitysicht problematisch sind DIV-Konstruktionen mit denen Funktionselemente nachgebildet werden, die in HTML nicht nativ vorhanden sind, z.B. ein Slider / Schieberegler. Weil die Funktionalität in erster Linie visuell nachgebildet wird sind solche Konstruktionen für blinde NutzerInnen schwierig zu benutzen. Mit WAI-ARIA wird es möglich solchen Konstruktionen semantische Rollen und Zustände zuzuweisen, um sie mit Screenreader und Braillezeile leichter bedienbar zu machen.

DOM (Document Object Model)

W3C-Empfehlung, die Browsern und ähnlichen Programmen eine allgemeine Technik für den Zugriff auf Bestandteile eines HTML / XML Dokuments bietet.

Durch Manipulation des DOM können z.b. Inhalte an einer ganz bestimmten Stelle einer Webseite eingefügt und verändert werden.

Drag & Drop

Als Drag and Drop, englisch für „Ziehen und Fallenlassen“ bezeichnet man das Bewegen von Elementen auf einer grafischer Benutzeroberfläche mittels einer Maus. Eine typische typische Drag-and-Drop-Aktion ist das Verschieben von Dateien zwischen Verzeichnissen oder in den Papierkorb.

Dropdown-Menü

Ein Dropdown-Menü, auch Dropout-, Pulldown- oder Aufklapp-Menü, ist ein Steuerelement einer graphischen Benutzeroberfläche. Dabei wird über einen Mausklick auf eine Schaltfläche einer Menüleiste oder Symbolleiste ein Untermenü angezeigt.

Die ähnlich funktionierende Dropdown-Liste (Selectbox) bezieht sich nicht auf Menüpunkte und Schaltflächen, sondern auf Wahlmöglichkeiten in Formularen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dropdown-Men%C3%BC

E

E-Commerce

Der Begriff E-Commerce (englisch für electronic commerce, elektronischer Handel) wird sowohl als spezieller als auch ein deutlich umfassenderer Begriff verwendet.

Er steht

  • im Rahmen der Automatisierung von Geschäftsprozessen für einen Teilbereich des E-Business, im Rahmen der Internetwirtschaft etwas weiter gefasst für elektronischen Handel.

Im Rahmen des Internetrechts steht der Begriff für die jeweiligen, meist noch weiter gefassten Regelungsgegenstände, siehe

  • die E-Commerce-Richtlinien („Dienste der Informationsgesellschaft“) auf europäischer Ebene, österreichisches E-Commerce-Gesetz („elektronischer Geschäfts- und Rechtsverkehr“).

http://de.wikipedia.org/wiki/E-Commerce

Elastisches Layout

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um Websites an verschiedene Bildschirmgrößen anzupassen. Das elastische Layout hat Breitenangaben in %: Das Layout wächst mit der Bildschirmgröße. Bei kleinem Bildschirm wirken die Inhalte gedrängter, bei großem sehr auseinander gezogen. Eine Maximalbreite ist nötig, damit Textzeilen auf großen Screens nicht zu lang werden.

Vgl. Zoom Layout – Fixes Layout.

Eventhandler

„Ereignisbehandler“ (engl. event handler), auf Websites in der Regel JavaScript Eventhandler, wie z.B. onclick. Durch das Anklicken einer Schaltfläche oder eines Links wird der diesem Event zugeordnete Programmiercode ausgeführt.

Aus Accessibilitysicht sollten für die Bedienung von Websites geräteunabhängige Eventhandler verwendet werden; onmouseover ist z.B. ein mausabhängiger Eventhandler und kann von der Tastatur nicht getriggert werden. Problematisch ist auch der Eventhandler onchange, weil dieser mit der Tastatur unter Umständen anders ausgelöst wird als mit der Maus und durch fehlerhafte Implementierung häufig zu unerwünschten Effekten führt, z.B. dem Laden einer neuen Seite.

F

Fade

Fade-in, fade-out, englisch für das langsame Ein- und Ausblenden von Inhalten.

Fallback Lösung

Eine Rückfalllösung, wenn eine gewisse technische Lösung nicht zur Verfügung steht, z.B. eine optisch weniger schöne und weniger benutzerfreundliche Präsentation von Inhalten, wenn kein JavaScript zur Verfügung steht. Ein Beispiel wäre die Festlegung einer Preisspanne mittels eines Schiebereglers. Ohne JavaScript kann die Preisspanne in Formularfelder eingetragen werden. Vgl. Progressive enhancement, Degrading gracefully.

FAQ

Frequently asked Questions, häufig gestellte Fragen.

Find as you type

Suchfunktion, bei der während des Eintippens eines Suchbegriffs in einer Dropdown-Liste Vorschläge für mögliche Suchbegriffe angezeigt werden.

Fitts´s Law

Nach Fitts´s Law, einer Formel des Psychologen Paul Fitts, kann man die Gebrauchstauglichkeit von Klickzielen mathematisch berechnen: Die Zeit, die benötigt wird, um ein Ziel zu erreichen, ist die Funktion aus Entfernung zum Ziel und Größe des Ziels.

Fixes Layout

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um Websites an verschiedene Bildschirmgrößen anzupassen. Das fixe Layout hat feste Breitenangabe in Pixel: Das Layout ist so breit, dass es die gängigsten Bildschirmbreiten gut ausfüllt (heute meist zwischen 950 und 1000px). Moderne Browser verbreitern es beim Zoomen. In alten Browsern (IE6) oder bei Auswahl der „Nur Text zoomen“ Funktion in modernen Browsern, benötigt das Layout zumindest vertikal Spielraum für eine Textvergrößerung.

Vgl. Elastisches Layout, Zoom Layout.

Flash

Animationsprogramm von Adobe, das auf Vektorgrafiken basiert und daher gut skalierbar ist. Es wird in Webshops z.B. für Produktkonfiguratoren eingesetzt, mit denen sich Shop-NutzerInnen die gewünschten Artikel in Farbe, Form, Zubehör etc. zusammenstellen können. Auch Internetvideos werden heute häufig im FLV (Flash Video) Format veröffentlicht. Flash kann mit einigem Aufwand auch weitgehend barrierefrei programmiert werden.

Framework

Ein Framework (engl. für Rahmenstruktur, Fachwerk) ist noch kein fertiges Programm, sondern ein Programmiergerüst, innerhalb dessen ProgrammiererInnen eine Anwendung erstellen können. Es existieren allgemeine Programmierframeworks für unterschiedlichste Programmiersprachen oder solche für bestimmte Aufgaben, z.B. den Aufbau von Webshops, Web-Applikationen oder Interface-Elementen. Beispiele sind .NET, Zend Framework, Ruby on Rails, Django.

G

Graceful degradation

Siehe Degrading gracefully.

H

Heuristik

Siehe Web Heuristiken.

Heuristische Evaluation von Websites

Heuristische Evaluation ist eine Expertenanalyse von Websites nach einem vorgegebenen Regelkatalog, z.B. den Richtlinien für barrierefreies Webdesign, den WCAG 2.0 oder Usability Heuristiken.

HTTP-Header

Das Hypertext Transfer Protocol (HTTP, dt. Hypertext-Übertragungsprotokoll) ist ein Protokoll zur Übertragung von Daten über ein Netzwerk. Es wird hauptsächlich eingesetzt, um Webseiten aus dem World Wide Web (WWW) in einen Webbrowser zu laden. Über den HTTP-Header werden Metadaten wie Dateigröße, HTTP-Server- und User-Agent-Kennung und MIME-Typ übertragen.

I

IFRAME

Ein Inlineframe ist ein HTML-Element, das der Einbindung von Inhalten in Webseiten dient. Es wird benutzt, um meist externe Webinhalte in eine Seite nahtlos einzubinden und dabei den Eindruck zu vermitteln, dass die Inhalte direkt zur Seite gehören. Die BesucherInnen sind nicht ohne weiteres in der Lage zu erkennen, welche Inhalte von einer anderen Seite kommen.

IKT

Informations- & Kommunikationstechnologie

Indexierung

Verschlagwortung, Zuordnung von Deskriptoren zu einem Dokument zur Erschließung der darin enthaltenen Sachverhalte, vgl. Tagging.

Indizierung

Aufnahme in einen Index, im Zusammenhang mit Internet-Suchdiensten wird der Begriff gleichbedeutend mit Indexierung verwendet.

Informationsarchitektur

Informationsarchitektur bezeichnet die Konzeption und Definition der Struktur eines Informationssystems, hier einer Website, sowie der für die NutzerInnen der Website möglichen Interaktionen und Anordnung sowie die Benennung der auf der Website enthaltenen Informationseinheiten und Funktionen. Die Informationsarchitektur manifestiert sich maßgeblich z.B. in der Navigation.

http://de.wikipedia.org/wiki/Informationsarchitektur

J

JavaScript

Clientseitige Skriptsprache, mit der Webseiten dynamisch gestaltet werden können. JavaScript kann für rein optische Effekte eingesetzt werden, aber auch dazu, Inhalte bei Bedarf ein- und auszublenden oder vom Server zu laden ohne die Seite neu aufzurufen. Der offizielle Standard heißt ECMAScript, der Microsoft spezifische „Dialekt“ Jscript.

L

Landing Page

Eine Landing-Page (engl. landing page etwa „Landungsseite“) ist eine speziell eingerichtete Webseite, die nach einem Mausklick auf ein Werbemittel (z. B. Google AdWords) erscheint. Diese Landing-Page ist auf den Werbeträger und dessen Zielgruppe optimiert. Bei einer Landing-Page steht ein bestimmtes Angebot im Mittelpunkt, welches ohne Ablenkung vorgestellt wird. Ein wesentliches Element ist die Integration eines Responseelements (z. B. Anfrageformular, Link zum Webshop oder Call-Back-Button), das die einfache Interaktion mit dem Besucher sicherstellt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Landing_Page

Lightbox

Eine Lightbox ist eine Art Popup, ohne ein neues Fenster öffnen zu müssen. Üblicherweise mit JavaScript wird ein Container erstellt, in den Inhalte (z.B. Bilder in Großansicht) geladen bzw. geschrieben werden. Eine Lightbox scheint über der Seite zu schweben, sie muss wieder geschlossen werden, bevor der (häufig abedunkelte) Rest der Seite wieder bearbeitbar ist (modales Fenster).

Luminosity Contrast Ratio

Helligkeits-Kontrastverhältnis, die Kontrastwerte auf Websites müssen laut den Richtlinien für Barrierefreiheit, vorgegebenen, messbaren Werten entsprechen. Für durchschnittlich großen Text wird in WCAG 2.0 z.B. eine Luminosity Contrast Ratio von 4,5:1 empfohlen.

M

Mashup

Mashup (von engl.: „to mash“ für vermischen) bezeichnet die Erstellung neuer Medieninhalte durch die nahtlose (Re-)Kombination bereits bestehender Inhalte. Mashups werden als ein wesentliches Beispiel für das Neue an Web 2.0 angeführt: Inhalte des Webs, wie Text, Daten, Bilder, Töne oder Videos, werden neu kombiniert. Dabei nutzen die Mashups die offenen Programmierschnittstellen (APIs), die andere Web-Anwendungen, wie z.B. Google Maps oder Youtube zur Verfügung stellen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mashup_(Internet)

MIME-Type

Die Abkürzung steht für Multimedia Internet Message Extensions oder auch Multipurpose Internet Mail Extensions. Der MIME Standard wurde ursprünglich zur Angabe des Datentyps von E-Mail-Anhängen entwickelt. Der Internet Media Type, auch MIME-Type oder Content-Type genannt, klassifiziert die Daten im Rumpf (body) einer Nachricht im Internet. So wird z.B. bei einer HTTP-Übertragung einem Browser mitgeteilt, welche Daten der Webserver sendet , z.B. ein HTML-Dokument oder ein PNG-Bild. Der Internet Media Type besteht aus zwei Teilen: der Angabe eines Medientyps und der Angabe eines Subtyps. Beide Angaben werden durch einen Schrägstrich voneinander getrennt, z.B. image/jpeg oder text/html.

Mouseover

Eventhandler, wenn der Mauszeiger eine gewisse Zeit über einem bestimmten Objekt bleibt. Über Grafiken auf Websites wird dadurch z.B. die Anzeige eines Tooltips ausgelöst.

MSIE

Microsoft Internet Explorer, ein Webbrowser mit großer Verbreitung. Besonders ältere Versionen (IE6, IE7) werden wegen der schlechten Unterstützung von Webstandards immer wieder kritisiert.

O

One-Page-Checkout

Checkout ist die virtuelle Kasse im E-Commerce. Beim One-Page-Checkout findet das, meist JavaScript gesteuert, auf nur einer Seite statt. Da nur eine Seite geladen werden muss, wirkt der Ablauf für die KundInnen reibungslos. Für Screenreader, die unterschiedlich mit dem dynamischen Ein- und Ausblenden von Inhalten umgehen, muss die Programmierung barrierefrei erfolgen. Eine Fallback-Lösung bei abgeschaltenem JavaScript sollte vorhanden sein.

P

Pagination – Paging Links

Verlinkung von auf mehrere Seiten aufgeteilten Inhalten, z.B. Produktlisten, Suchergebnisse.

Photosensitive Epilepsie

Durch starke, schnelle Helligkeitsunterschiede (Lichtblitze, schnelles Blinken) ausgelöste Epilepsie.

Plugin

Softwareprogramm, das in ein anderes Softwareprodukt integriert wird. In Webbrowsern sind z.B. das Acrobat-Reader-Plugin für das Lesen von PDFs oder das Flash-Player-Plugin sehr gebräuchlich. In Open Source CMS oder Webshopsystemen sind Plugins oder Extensions Erweiterungen, die, in der Regel von der Open Source Community, nachträglich programmiert und bereitgestellt werden. Offene Programmierschnittstellen sind eine wesentliche Voraussetzung für Entwicklung von Erweiterungen durch Dritte.

Proband

Von lateinisch probare − prüfen; Testperson bei User-Tests.

Progressive Disclosure

Englisch für stufenweise Anzeige. Nach diesem Konzept werden Informationen und Funktionalitäten erst nach und nach freigegeben, z. B. wenn die NutzerIn gezielt Interesse daran zeigt. Wesentlich ist dass bei dieser Technik die zusätzlichen Inhalte direkt im Seitenkontext eingefügt werden und nicht neue Seiten dafür geladen werden müssen. Wesentlichster Vorteil ist. dass Screens auf diese Weise immer so einfach und übersichtlich als möglich gehalten werden können.

Beispiele für Progressive Disclosure:

  • Formulare für getrennte Rechnungs- oder Lieferadresse werden nur bei gezielter Useranforderung eingeblendet,
  • Optionen, die nur einmal oder sehr selten eingestellt werden, bleiben verborgen bis sie benötigt werden, z.B. Sprach- oder Länderauswahl,
  • sekundäre Elemente oder Spezialfeatures, die nur von einer sehr kleinen Usergruppe (z. B. für interne Zwecke) genutzt werden, z.B. erweiterte Suchoptionen.

Progressive Enhancement

Progressive Enhancement, engl. für schrittweise Verbesserung oder Erweiterung. Dabei wird von einer Basisversion einer Website ausgegangen, die unter allen Umständen, auch mit älteren Browsern oder ohne JavaScript und Plugins funktioniert. Sie wird dann um zusätzliche Technologien erweitert, solange dies einen Mehrwert für die UserInnen verspricht. Gründe dafür sind zum Beispiel eine visuell ansprechendere Gestaltung oder verbesserte Usability. Z.B. könnten Großansichten von Produkten in der Basisversion in einem neuen Fenster angezeigt werden, in der optimierten Version in einer Lightbox, die sich über die restliche Seite legt.

Q

Quellcode

Quellcode (engl. source code) ist der für Menschen lesbare, in einer Programmiersprache geschriebene Text eines Computerprogramms.

R

Rendering

Englisch für wiedergeben, übersetzen. Rendering bezeichnet bei Webbrowsern die Umsetzung der Webinhalte vom Quellcode in die visuelle Bildschirmdarstellung. Die Rendering-Engine des Webbrowsers (z.B. Gecko, WebKit, Trident, Presto…) stellt die in HTML definierten Inhalte mit Hilfe von CSS in visueller Form dar.

RSS

Acronym für Rich Site Summary, RDF Site Summary oder Really Simple Syndication. Ein Service auf Websites, ursprünglich hauptsächlich Weblogs, das Kurzmeldungen z.B. über neu veröffentlichte Artikel enthält. Die Bereitstellung von Daten im RSS-Format bezeichnet man auch als RSS-Feed (engl. to feed – im Sinne von versorgen, einspeisen, zuführen). Die AbonnentInnen eines RSS-Feeds können die Nachrichten in einem Feedreader, z.B. Google Reader, ähnlich einem E-Mail-Client einlesen oder in der Lesezeichen Symbolleiste des Browsers abspeichern. Der Feed liefert den LeserInnen, wenn er einmal abonniert wurde, automatisch neue Einträge.

S

Section 508

Regelt u.a. die Vorgaben für Barrierefreiheit von Informationstechnologien (u.a. Websites) in den USA.

Die USA sind bezüglich der Einführung der Barrierefreiheit in der öffentlichen Verwaltung auf Bundes- und Einzelstaats-Ebene Vorreiter: Bereits 1990 wurde mit dem Americans with Disabilities Act (ADA) ein Behindertengleichstellungsgesetz erlassen, dessen Umsetzung vom Bundes-Justizministerium überwacht wird. Der 1998 erweiterte Abschnitt 508 (Section 508) des Rehabilitation Act bindet alle Bundesbehörden bezüglich ihrer elektronischen Dienstleistungen. Die hier durch eine unabhängige Bundeseinrichtung erarbeiteten Regelwerke wurden sogar in die Beschaffungsvorgaben aufgenommen und müssen von allen Firmen erfüllt werden, die an die Regierung Waren oder Dienstleistungen verkaufen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Barrierefreies_Internet

Screenreader

Software, mit der Bildschirminhalte ausgelesen werden können, auch wenn die grafische Oberfläche nicht zur Verfügung steht. Text kann mittels Braillezeile mit den Fingern gelesen und/oder mit einer synthetischen Sprachausgabe vorgelesen werden. Darüber hinaus unterstützen Screenreader auch die Bedienung von Computersoftware durch blinde und sehbehinderte Personen. Screenreader geben auch semantische Strukturinformationen (z.B. Überschrift, Liste, Link, Grafik, Zuordnung von Tabellenzellen und Formularfeldern…) an die UserInnen weiter. Diese können damit auch direkt angesteuert werden.

Blinde NutzerInnen können sich also z.B. Überschriften einer bestimmten Hierarchie auf einer Seite anzeigen lassen oder eine alphabetische Liste aller Links.

Gängige Screenreader Marken sind JAWS, Virgo, COBRA, WindowEyes, NVDA, Orca. Apple Computer haben bereits einen Screenreader im Betriebssystem integriert.

Semantische Strukturierung

Im Webdesign die Strukturierung des HTML Quellcodes, die die Bedeutung der optischen Gliederung widerspiegelt. Was z.B. optisch wie die erste Überschrift einer Seite aussieht weil es groß und fett dargestellt wird, soll im HTML Code als H1-Element ausgezeichnet werden. Damit ist auch für blinde NutzerInnen und Suchmaschinen ersichtlich, dass es sich um die erste, wichtigste Überschrift handelt.

Sicherheitszertifikat

Auf E-Commerce Seiten werden vertrauliche Daten zwischen Nutzer und Website ausgetauscht. Damit vertrauliche Informationen wie z.B. Passwörter oder Kreditkarteninformationen nicht frei lesbar übertragen werden, erfolgt eine Verschlüsselung der Verbindung durch SSL, erkennbar am „https“ (statt „http“) in der Adresszeile des Browsers. Neben der Verschlüsselung der Verbindung prüft der Browser vor dem Aufruf einer solchen Seite, ob der betreffende Webserver von einer anerkannten Zertifizierungsstelle als vertrauenswürdig eingestuft worden ist und somit ein gültiges Sicherheitszertifikat besitzt. Den aktuellen Browsern sind standardmäßig einige kommerzielle Zertifizierungsstellen (wie z. B. Verisign) bekannt.

T

Tab (Registerkarte, Reiter)

Element einer grafischen Benutzeroberflächen, das einer Registerkarte nachempfunden wurde. Durch Anklicken des entsprechenden Tabs kann man jeweils eine andere Registerkarte in den Vordergrund holen, wobei die Informationen und gegebenenfalls getätigten Einstellungen auf den vorher genutzten Tabs bestehen bleiben. Programmiertechnisch wird dies in der Regel über JavaScript gelöst. Tabs müssen tastaturbedienbar sein, der Fokus sollte sichtbar sein, bei abgeschaltetem JavaScript müssen die Inhalte z.B. untereinander Platz finden.

Tabben

Sich mit der Tabulatortaste von Link zu Link bewegen. Typisch für BenutzerInnen, die keine Maus benutzen können.

Tabindex

HTML-Attribut für Angaben zur Tabulator-Reihenfolge von Links und Formularelementen. WAI-ARIA ermöglicht das Setzen des TABINDEX-Attributs auch für alle anderen HTML-Elemente und erhöht damit die Tastaturbedienbarkeit, z.B. für eine Baumnavigation, bei der nur die Hauptmenüpunkte mit der Tabulatortaste, die Submenüpunkte mit Pfeiltasten bedient werden sollen.

Tagging

(Gemeinschaftliches) Verschlagworten (engl. social tagging), die Deskriptoren dafür werden als Tags bezeichnet. Die Tags können auf der Website in Form einer so genannten Tagcloud dargestellt werden, in der wichtigere Schlagworte größer dargestellt werden als weniger wichtige Begriffe.

Tagline

ergänzender oder erläuternder Untertitel zum Namen / Titel / Logo der Website.

Testimonial

Lateinisch testimonium = Zeugnis, Zeugenaussage, Beweis; ist die konkrete Fürsprache für ein Produkt oder eine Dienstleistung durch Personen, die sich als überzeugte Nutzer ausgeben.

Thumbnail

Englisch Daumennagel; Vorschaubild, Miniaturbild, meist automatisiert aus einem größeren Bild generiert.

Tooltip

Kurzinfo, sinngemäß übersetzt: Hilfe zu einem Werkzeug. Ein kleines Fenster in einer grafischen Benutzeroberfläche, das den BenutzerInnen weitere Informationen zu einem Objekt anzeigt. Es wird in Browsern beispielsweise zur Beschreibung von Links oder Grafiken verwendet und erscheint, wenn der Mauszeiger eine gewisse Zeit über dem Objekt verbleibt. Die Beschreibung steht im dementsprechenden TITLE- oder ALT-Attribut.

U

Unicode

Unicode ist ein internationaler Standard, in dem langfristig für jedes sinntragende Schriftzeichen oder Textelement aller bekannten Schriftkulturen und Zeichensysteme ein digitaler Code festgelegt wird. Ziel ist es, die Verwendung unterschiedlicher und inkompatibler Kodierungen in verschiedenen Ländern oder Kulturkreisen zu beseitigen. ISO 10646 ist die von ISO verwendete, praktisch bedeutungsgleiche Bezeichnung des Unicode-Zeichensatzes; er wird dort als Universal Character Set (UCS) bezeichnet. Am häufigsten wird es in Form von UTF-8 eingesetzt, das zunehmend für Websites und von Webbrowsern genutzt wird, um länderspezifische Zeichen abzubilden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Unicode

URL

Uniform Resource Locator, Synonym für Internetadresse.

Usability

siehe Web Usability

Usability und Accessibility Test

Usertest, Nutzertest, Test von Websites durch NutzerInnen unter teilnehmender Beobachtung durch TestleiterInnen.

Die Testpersonen (ProbandInnen) werden nach bestimmten Kriterien ausgewählt (z.B. Alter, Bildungsgrad etc.). Sie müssen ohne Hilfestellung eine Reihe von vorgegebenen Aufgaben durchführen, z.B. Informationen / Produkte suchen oder einen Bestellvorgang durchführen, und sollen nach der Thinking aloud Methode kommentieren, was sie tun, was ihnen auffällt. Gemessen wird z.B. die erfolgreiche Durchführung, die benötigte Zeit, die subjektive Einschätzung des Schwierigkeitsgrades der Aufgabe. Die individuelle Vorgangsweise wird dokumentiert (Video / Audioaufnahmen, Screen Capture, Mitschriften der TestbegleiterInnen) und ausgewertet.

Bei Accessibility Tests spielt die Barrierefreiheit eine zentrale Rolle, der Zeitfaktor tritt etwas in den Hintergrund. Die Testpersonen geben möglicherweise mehr Auskunft über die Handhabung ihrer assistierenden Technologien oder Hilfsmittel. Im Prinzip werden sie wie Usability Tests durchgeführt.

User Agent

Meist ist damit der Webbrowser gemeint. Ein Programm, das eine Ressource ausliest und weiterverarbeitet. Andere User Agents sind Mediabrowser, Screenreader etc.

User Interface

Hier eigentlich Graphical User Interface, grafische Schnittstelle auf Computern, die eine Interaktion mit den BenutzerInnen verlangen, also derjenige Teil einer Software, den die BenutzerInnen unmittelbar (vor sich auf dem Monitor bzw. der Anzeige) sehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/User_Interface

V

Validator

Von lateinisch validus, kräftig, wirksam; engl. validity, Gültigkeit. Programm oder Service das die Standardkonformität von Websites überprüft. Bekannt ist z.B. der W3C Markup Validation Service, mit dem man HTML-, XHTML- und CSS-Dokumente bezüglich Ihrer Konformität zu W3C-Empfehlungen überprüfen kann.

VAT

Value Added Tax, Umsatzsteuer

Verlaufsliste

Die Auflistung von bereits angesehenen Produkten auf einer Webshopseite.

Viewport

Der Viewport ist der Anzeigebereich im Fenster des Webbrowsers, also der für die Darstellung des Webinhaltes tatsächlich zur Verfügung stehende Bereich (ohne Browsermenü).

Voice over IP

IP-Telefonie (kurz für Internet-Protokoll-Telefonie) auch Internet-Telefonie (kurz VoIP) genannt, ist das Telefonieren über Computernetzwerke.

W

WAI-ARIA

WAI-ARIA erleichtert Bedienung von Web Applikationen für Screenreader NutzerInnen.

WAI-ARIA (Web Accessibility Initiative – Accessible Rich Internet Applications) ist eine derzeit noch im Entwurfsstadium befindliche technische Spezifikation des World Wide Web Consortiums (W3C).

Es ist eine semantische Erweiterung für HTML, die das Layout von Webseiten nicht verändert. WAI-ARIA macht mit JavaScript und AJAX angereicherte Webseiten und Webanwendungen für blinde NutzerInnen besser zugänglich. Dazu werden in dynamischen Webanwendungen Informationen zu Rollen, Eigenschaften und Zuständen hinzugefügt, die von Browsern und assistiven Technologien interpretiert werden können.

Bereits implementiert ist der künftige Standard in den Browsern Firefox 3, Opera, Safari und Internet Explorer 8. Nicht-ARIA-fähige Browser wie der IE7 ignorieren die semantischen Erweiterungen und werden nicht in ihrer Funktionalität beeinträchtigt. Auch in einigen JavaScript Bibliotheken ist ARIA bereits teilweise integriert.

Mit „Roles“ können Elemente, die es in HTML nicht gibt, für Screenreader kenntlich gemacht werden (z.B. Slider, Tabs, Baum-Navigation). „States“ und „Properties“ werden dafür verwendet, Eigenschaften und Zustände von JavaScript-basierten Elementen festzulegen.

ARIA Attribute wie „aria-required“ oder „aria-invalid“ können genutzt werden, um ein Formular-Eingabefeld als Pflichtfeld oder um ungültige Eingaben zu markieren.

„Live Regions“ sind jene Teile einer Seite, die dynamisch aktualisiert werden (z.B. Börsenkurse). Diese Veränderungen können bei implementiertem ARIA von Screenreadern automatisch erkannt und ggf. vorgelesen werden.

WCAG

Die WCAG, ein Akronym für Web Content Accessibility Guidelines, sind die international gültigen Richtlinien für Barrierefreiheit, akkreditiert von der Webstandards-Organisation World Wide Web Consortium W3C. Sie sind ein komplexer technischer Standard, im Web abrufbar unter w3.org/TR/WCAG20. Begleitdokumente unterstützen die Verständlichkeit und Anwendung dieser Richtlinie.

Web Accessibility

Barrierefreiheit von Webinhalten, damit diese auch für Menschen mit verschiedensten Behinderungen gut zugänglich sind. Der englische Begriff wird auch mit Zugänglichkeit übersetzt. Der Begriff Barrierefreiheit wird von Fachleuten umfassender definiert als der Begriff Zugänglichkeit. Er deckt neben der rein technischen Zugänglichkeit auch gute Benutzbarkeit (z.b. durch gute Seitenstrukturierung) ab. Manche Fachleute fassen Barrierefreiheit sehr weit und schließen auch Bedienbarkeit mit veralteter Technik, mobilen Geräten, und Einschränkungen durch verschiedenste Umstände (z.b. Blendung durch Sonnenlicht, Unerfahrenheit der NutzerInnen, altersbedingte Abbauerscheinungen) mit ein.

In vielen Ländern gibt es zumindest für Webauftritte der öffentlichen Hand rechtliche Vorgaben zur Barrierefreiheit. Diese beziehen sich meist auf die international gültigen WCAG.

Web Credibility

Glaubwürdigkeit von Informations- und Dienstleistungsangeboten im Internet.

Web Heuristiken für Usability und Accessibility

Web Heuristiken sind Regeln zur Erstellung benutzbarer und barrierefreier Websites. Meist handelt es sich um Faustregeln, wohlbekannte und verbreitete Konventionen, die allgemein verstanden werden, z.B. Links im Inhaltsteil zu unterstreichen oder die gängige Anordnung von Navigationen.

Eine Auflistung von Heuristiken findet sich z.B. bei meiert.com:

Web Usability

Benutzerfreundlichkeit (auch „Benutzungsfreundlichkeit“) bezeichnet die vom Nutzer erlebte Nutzungsqualität bei der Interaktion mit einem System. Eine besonders einfache, zum Nutzer und seinen Aufgaben passende Bedienung wird dabei als benutzerfreundlich angesehen. Um verwirrenden Interpretationen des englischen Originalbegriffes user friendly und die fehlende wissenschaftliche Trennschärfe zu vermeiden, wird in Normungszusammenhängen stattdessen von der „Gebrauchstauglichkeit“ (engl. Usability) eines (Software-)Produktes gesprochen. Diese wiederum ist in der Normenreihe DIN EN ISO 9241 in Teil 11 definiert als das Produkt aus Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit.

http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzerfreundlichkeit

Whitespace

Weißraum oder Leeraum ist in der Typografie der unbedruckte Teil einer Seite. Auch auf Websites dient er dazu, Inhalte besser lesbar zu machen, Elemente voneinander abzuheben oder zu gruppieren.

Z

Zebra stripes

Optische Gliederung von z.B. Tabellenreihen mit alternierenden Farben.

Zoom Layout

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um Websites an verschiedene Bildschirmgrößen anzupassen. Das Zoom Layout hat Breitenangaben in em: Das Layout wächst, wenn man die Schrift vergrößert. Dies nimmt die Zoomfähigkeit moderner Browser vorweg und funktioniert auch in veralteten Browsern wie Internet Explorer 6. Texte können nicht mehr über die vorgesehene Breite hinauswachsen, weil sich das ganze Layout verbreitert.

Vgl. Elastisches Layout, Fixes Layout.

Zoomsoftware

Software, mit der Bildschirminhalte stark vergrößert dargestellt werden können. Verschiedene Farbschemata sind möglich, z.B. invertierte Darstellung oder Blaufilter bei Blendempfindlichkeit. Eine synthetische Sprachausgabe kann Inhalte zusätzlich vorlesen. Vielfach wird Zoomsoftware mit Screenreadern ausgeliefert.

Ein wesentliches Nutzungsproblem bei der Anwendung von Zoomsoftware ist das durch die starke Vergrößerung eingeschränkte Blickfeld. Dadurch werden Zusammenhänge oft nicht erkannt, z.B. die Beschriftung von Formularfeldern. Große Bedienungsschwierigkeiten ergeben sich auch, wenn Mausbewegungen über größere Bereiche notwendig sind, z.B. bei Drop-down Menüs die dann über den Viewport hinausreichen.