12.2.2 Binden Sie Web 2.0 Features barrierefrei ein

Hintergrund

Einsatz von AJAX sorgt – unter der Voraussetzung dass es an den richtigen Stellen sauber eingebunden ist – für schnellere Ladezeiten, störungsfreieren Ablauf und interessante Effekte und damit für höhere Usability und positivere Nutzererfahrung. Gleichzeitig werfen diese Techniken neue Probleme aus Sicht der Accessibility auf: für blinde User kann es schwierig sein, zu erkennen, was wann wo aktualisiert wurde.

Externe Dienste, die in Shops integriert werden können, sind häufig nicht standardkonform und barrierefrei umgesetzt. Offene Programmierschnittstellen (APIs) ermöglichen zwar bis zu einem gewissen Grad individuelle Anpassungen (damit auch Korrekturen), jedoch ist eine vollständige Barrierefreiheit schwer zu gewährleisten (z.B. Karten- oder Videodienste).

Nutzergenerierter Inhalt ist schwieriger zu kontrollieren, sowohl in inhaltlicher, als auch in technischer Hinsicht (z.B. Kundenbewertungen, Kunden-Videos). Web Standards und Richtlinien für Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit gelten aber auch für fremderstellte und integrierte Inhalte.

Maßnahmen

  • Achten Sie auf unaufdringliche Einbindung von Web 2.0 Features. Shop-BesucherInnen, die diese nicht nutzen wollen oder können, sollen diese leicht ignorieren können.
  • Achten Sie auf webstandard-konforme und barrierefreie Einbindung (degrading gracefully, progressive enhancement).
  • Deklarieren und behandeln Sie externe Services und Inhalte, die nicht den Richtlinien entsprechen, klar als Zusatz-Services.

Wer profitiert davon

  • Ältere NutzerInnen
  • Wenig interneterfahrene NutzerInnen
  • Blinde NutzerInnen
  • Sehbehinderte NutzerInnen
  • NutzerInnen mit kognitiven Einschränkungen
  • alle NutzerInnen von assistiven Technologien