15.2 Formulargestaltung

Die im Bestellablauf geforderte Interaktion soll so unbeschwerlich und einfach wie möglich vor sich gehen können. Formulare sollen sich an Konventionen (auch aus dem Offline-Bereich) orientieren und nicht komplizierter sein, als unbedingt nötig. Sie sollen in der Gestaltung den Bedürfnissen verschiedener Zielgruppen entgegenkommen.

Formulare sind immer eine häufige Fehlerquelle – auch bei guter Gestaltung. Gutes Fehlerhandling ist deshalb ein essentieller Faktor im E-Commerce. Zu dezente Fehlermarkierungen werden aufgrund von Change-Blindness leicht übersehen. Unklare oder ineffiziente Fehlermeldungen, wie z.B. Fehlercodes oder Alert-Boxes für jeden einzelnen Fehler, verärgern die User und stören das Einkaufserlebnis.

Die Einhaltung von Webstandards und insbesondere den Techniken zur Barrierefreiheit sind für eine möglichst einfache und fehlerfreie Bedienung essentiell. Gerade Menschen mit Behinderungen müssen sich hier auf eine korrekte Umsetzung verlassen können, damit z.B. Formularbeschriftungen korrekt zugeordnet werden können (LABELS) und die notwendigen Prozessschritte auch durchlaufen werden können (Erreichbarkeit und Beschriftung von Buttons).

Man kann nach wie vor nicht davon ausgehen, dass alle BesucherInnen JavaScript aktiviert haben. Es muss für diese daher eine Fallbacklösung vorgesehen werden.

Für BenutzerInnen von Screenreadern sind heute unerwartete und unbemerkte Änderungen in einer Seite (z.B. über AJAX) eine der häufigsten Probleme. Wesentliche Änderungen innerhalb der Seite müssen erkennbar und nachvollziehbar sein.