2.1 Informationsstruktur

Viele E-Commerce Websites bieten eine Vielzahl an Produkten, an Informationen über die einzelnen Produkte und an zusätzlichen Features (z.B. Community Features). Selbst wenn alle Elemente für sich gesehen ausreichend Mehrwert für die NutzerInnen bieten, so können sie in ihrer Gesamtheit rasch kontraproduktiv werden.

BenutzerInnen verlieren die Übersicht über das Angebot, können sich nicht innerhalb des Produktkatalogs oder dem Servicebereich orientieren, Schwerpunkt und Stärken des Produktangebots bleibt ihnen verborgen.

Aufgeräumte Interfaces sind übersichtlicher, rascher zu überblicken, leichter zu erlernen und reduzieren Benutzungsfehler.

Webshops weisen häufig eine deutlich komplexere Struktur und eine größere Vielfalt an Informationen und Seitenelementen als reine Informationswebsites auf. Für BenutzerInnen ist es wesentlich, dass nicht zusammengehörige Elemente (z.B. der Warenkorb und Kundenempfehlungen) auch klar von einander unterscheidbar sind und primäre Inhalte deutlich gegenüber sekundären hervorgehoben werden.

Die Strukturierung muss sich einerseits im visuellen Design und andererseits in der Struktur des HTML-Codes (semantische Strukturierung) widerspiegeln, um allen Benutzergruppen zu genügen.

Konzentrieren sich Shop-NutzerInnen auf die Inhalte im Contentbereich (Hauptbereich einer Seite), übersehen sie dabei oft Möglichkeiten der Navigation und zusätzliche Informationen in den Marginalbereichen (Header, Footer, rechte und linke Marginalspalten). Besonders Information im rechten Seitenbereich und im Footer erhalten weniger Aufmerksamkeit.

Links und Funktionen, die für einen erfolgreichen Abschluss eines Einkaufsvorgangs von wesentlicher Bedeutung sind müssen entsprechend prominent positioniert sein – dh. z.B. im Headerbereich oder beim Button „Zum Warenkorb hinzufügen“.