5.1 Gesetzeslage und landestypische Konventionen

Online Shopping kennt (theoretisch) wie das Internet keine Grenzen. Damit kommen automatisch unterschiedliche nationale Gesetzgebungen ins Spiel. Neben der E-Commerce-Gesetzgebung, allgemeinem Konsumentenschutz, Vertragsrecht, Impressumspflicht gibt es in vielen Staaten nationale Richtlinien, was die Barrierefreiheit und Nicht-Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen betrifft.

Derzeit gibt es in keinem Land eine direkte gesetzliche Verpflichtung E-Commerce Seiten barrierefrei zu gestalten. Es kann jedoch von Betroffenen auf Diskriminierung geklagt werden, wenn sie nicht zugänglich gestaltet sind. Die erforderlichen Entschädigungen und Maßnahmen werden dann jeweils im Einzelfall festgelegt.

Sprach- und landespezifische Formate und Konventionen können zu Missverständnissen, Fehlinformationen und fehlerhaften Eingaben führen.
Wortwörtliche Übersetzung von Texten ist nicht immer ausreichend, um internationale KundInnen zu erreichen. Neben sprachlichen und sprachbezogenen Unterschieden sind auch organisatorische Unterschiede zu beachten: das betrifft z.B. regionale Unterschiede in der Bevorzugung von Zahlungsoptionen, Versandarten und Versandkosten.