6.1.1 Machen Sie deutlich, dass von Drittanbietern verkauft wird

Hintergrund

Manchmal werden auf Kaufportalen Produkte von Verkaufspartnern zum Kauf angeboten.

Dadurch werden gewisse Synergien genutzt, z. B. die bestehende Infrastruktur, sowie der Bekanntheitsgrad eines etablierten Online-Anbieters und die günstigen Preise und die Verfügbarkeit von Artikeln eines kleineren Anbieters. Im Fall Amazon können etwa im regulären Buchhandel nicht mehr lieferbare Bücher von Drittanbietern antiquarisch bestellt werden.

Aus Sicht der KäuferInnen kann dieses erweiterte Angebot mit Nutzungsproblemen verbunden sein:

  • Unklarheit, bei wem nun eigentlich gekauft wird,
  • Verunsicherung durch unsachgemäße Integration und mangelnde Information,
  • Verwendung von Frames und Iframes,
  • Unsachgemäße redaktionelle Aufbereitung der Drittinhalte. Da diese nicht direkt vom Portalbetreiber durchgeführt wird, besteht die Gefahr, dass die Standards des Portals nicht eingehalten werden.

Maßnahmen

  • Verzichten Sie auf Frames und Iframes. Binden Sie Inhalte von Drittanbietern stattdessen direkt – durch serverseitige Maßnahmen – in das Kaufportal ein.
  • Überprüfen Sie die Angebote der Drittanbieter regelmäßig auf Einhaltung der vereinbarten redaktionellen Anforderungen und Standards.
  • Vermeiden Sie Verunsicherungen durch klare Formulierungen und entsprechende Hinweise. Stellen Sie klar,
    • bei wem der Kunde kauft,
    • an wen die Bezahlung erfolgt,
    • wer für Reklamations- und Garantieabwicklung verantwortlich ist und
    • welche Unterschiede zu einem „normalen“ Einkauf beim Betreiber des Portals es gibt (im Idealfall keine, im Fall von Amazon ist manchmal Lieferung ins Ausland nicht möglich).

Wer profitiert davon

  • Ältere und unerfahrene NutzerInnen
  • Blinde NutzerInnen