9.3 Paging

Fast ausschließlich wird Paging in Form einfach durchnummerierter Seiten verwendet. Das macht durchaus Sinn, wenn sich die relevantesten Produkte auf den ersten Seiten befinden oder wenn keine (sinnvolle) Sortierung ersichtlich ist.

In vielen Fällen ist es aber sinnvoll den NutzerInnen ein Gefühl dafür zu geben, auf welchen Seiten welche Produkte zu finden sind. Beispielsweise bei einer alphabetischen Sortierung könnten statt Seitenzahlen die Bereiche der Anfangsbuchstaben oder bei einer Preissortierung die jeweiligen Preisbereiche abgebildet werden.

Oftmals wird der durchaus sehr wichtigen Pagination optisch und auch strukturell nicht genügend Gewicht zugestanden. Schlecht gestylte Ketten von Links (z.B. 1 2 3 4 5 … 12) sind schwer zu benutzen, da die Klickfläche zu klein ist die Links zu nahe beieinander liegen.
Blinde NutzerInnen können den optischen Kontext nicht herstellen. Für sie wäre eine vorangestellte Beschriftung „Ergebnisseiten“ oder ein erweiterter Linktext “Seite 3” sinnvoll.

Wenngleich in vielen Fällen natürlich kurze Produktlisten leichter zu überblicken sind, so gibt es doch Anwendungsfälle, bei denen lange Produkt- und Suchergebnislisten die Orientierung durchaus erleichtern können.

Bei der Verwendung der Paging-Navigation wird im Normalfall die ganze Seite neu geladen. Damit springt der Fokus an den Anfang der Seite. Blinde BenutzerInnen oder TastaturbenutzerInnen müssen dann wieder alle Links am Beginn der Seite (Navigation) durchlaufen, um zur Produktliste zu gelangen.